Leipziger Cantorey

Gotthold Schwarz

Im sächsischen Zwickau geboren, erhielt Gotthold Schwarz seine Ausbildung an der Kirchenmusikschule Dresden und an der Hochschule für Musik „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig. Eine umfangreiche Konzerttätigkeit führte Gotthold Schwarz in die bedeutenden europäischen Musikzentren sowie in die USA, wo er u.a. Interpretationskurse zu Werken Bachs gab.
Regelmäßige Zusammenarbeit verbindet ihn mit renommierten Künstlern und Ensembles in ganz Europa. In den letzten Jahren konzertierte Gotthold Schwarz u.a. bei den Salzburger Festspielen, im Musikverein Wien, außerdem in den USA, Japan, in Israel, in Brasilien und Argentinien.
Neben Konzerten und Oper widmet er seine künstlerische Tätigkeit dem Liedgesang, wobei ihn ein umfassendes Repertoire vom Barock bis zur Moderne ausweist, was durch viele CD- und Rundfunkaufnahmen dokumentiert wird.
Nicht nur als Dirigent, sondern auch als Sänger arbeitet Gotthold Schwarz mit dem Sächsischen Barockorchester zusammen. Mehrere CD- und Rundfunkaufnahmen mit Deutschlandradio kultur dokumentieren diese besonderen Verbindung in klangsinnlicher und virtuoser Interpretation.

So erschienen seit 2008 Einspielungen Solo-Kantaten Telemanns sowie norddeutscher Meister des 17.Jahrhunderts, der Oratorien „Der Tod Jesu“, „Der Tag des Gerichts“ und der Oper „Germanicus“ von Georg Philipp Telemann.

Seit 2016 ist Gotthold Schwarz Thomaskantor.
Am 20. August 2016 wurde er im Leipziger Alten Rathaus feierlich in sein Amt eingeführt und erhielt vom Leipzigs Oberbürgermeister die städtische Ernennungsurkunde zum 17. Nachfolger Johann Sebastian Bachs.
Schon in den Jahren 1992, 1999, 2002/03 und 2011 war er Stellvertreter des Thomaskantors. Nach Georg Christoph Billers Amtsniederlegung war er von Februar 2015 bis Juni 2016 interimistischer Thomaskantor.